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Das Geschenk am Haken - Leseprobe |
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Rationell wie wir Männer nun
mal sind, sammelte ich ab dem Stichpunkt meines Dienstbeginns
das Geschirr des ganzen Tages. Für den, für eine Einzelperson schwierig zu
bewerkstelligenden,
Transport zum Spülhäuschen hatte ich Oliver eingeplant. Doch als jener
Jungferngang gegen Abend anstand, war der Bub wieder einmal mit dem guten Pierre unterwegs. "Ich weiß nicht. Mein gutes Rad hat ein Vermögen gekostet. Wenn ich das vor dem Spülhaus unbeaufsichtigt stehen lasse, ist es nachher womöglich weg. Ich gehe lieber zu Fuß." "Wie du meinst. Sich für viel Geld ein Fahrrad zu kaufen, das nicht alltagstauglich ist, auf solch eine Idee können nur Männer kommen! Ich schlage vor, du nimmst zuerst die Gläser mit." Mitleidslos griff meine Gattin nach einer Illustrierten und ließ sich auf der Liege nieder.
"Ich habe
das Rad nicht dazu gekauft, um zum Spülhäuschen zu radeln, sondern für
Langstrecken
durch Wald und Flur, wie du weißt!«, brummelte ich und schob es zurück an
die Deichsel, wo
ich es mit dem Fahrradschloss sicherte. Aufseufzend griff ich nach meiner
Spülschüssel und
schlurfte müden Schrittes über den Platz. Zu allem Überfluss war das
Spülgebäude etliche Meter
entfernt, und je weiter ich lief desto schwerer erschien mir meine Last ...
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